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Der Widumshof Nro. 4 (Stowasser) in Plumberg

Die Kirchenbuch-Einträge zum Ort Plumberg sind bis zur Pfarreireform von 1784 in den Matriken von Maria Kulm zu finden. Nur der Hof Nr. 4 (Stowasser, im Volksmund 'Kalkbrenner') war als sogenannter Widumshof nicht der Herrschaft Hartenberg, sondern immer der Pfarrei Gossengrün gegenüber robot- und zinspflichtig. 

Als Robotleistung nennt das Untertanenverzeichnis von 1651 zur Kirche von Gossengrün 6 Widumshöfe, die jährlich 3 Tage zu ackern oder eggen, 2 Tage schneiden und abmähen und "heuen" der Erlwiese Fronleistung für den Pfarrer zu erbringen, wobei der Pfarrer sie zu verköstigen hat). Daher erklärt sich auch die Sonderstellung des Bauernhofes Nro. 4 innerhalb der Dorfgemeinschaft von Plumberg, später ein großer Vierseithof. Hier gibt im späten 17. Jahrhundert Friedrich Stowasser das 15. Büschel aus der Getreideernte  (vgl. Kirchenbuch Gossengrün 4 # 187). So wird im Gedenkbuch von Gossengrün I S. 158 f. auch ergänzt: "muß jeder 1 Tag ackern oder eggen, bekommt aber Essen und Futter für die Ochsen (2 Metzen Haber, wenn sie ein Pferd einspannen). Item ein jeder muß 1 Tag schneiden, die Erlwies mit den Plumbergern und denen 4 Liebenauern abmähen, 1 Tag hauen. Der Pfarrer gibt nach dem Einführen jedem 1 Kannl Bier (ex debito!) und freiwillig auch 1 Käs und Brot dazu. Mehr zinsen sie 1 Reibkäs (miteinander alternativum), 15 Eier ein jeder 1 alte Henne. Zu Walburgis: 2 weiße Groschen jeder ... Von den Reibkäs zahlen sie einen guten Groschen...


Die Wdumsbauern der Pfarrei Gossengrün waren auch verpflichtet, bei Bauten an der Kirche, Pfarrei und Schule Handlanger zu stellen und Zufuhren zu leisten, gegebenenfalls konnten andere Viertelhöfer hierzu verpflichtet werden. Außerdem wurden sie auch zu anderen Pfarrwerken herangezogen. Wegen dieser zusätzlichen Naturallasten gab es auch Beschwerden, da "ihre Vorfahren nur Handlanger-Dienste zu leisten brauchten". Daraufhin verweist man sie darauf, daß bei Kirche, Pfarr und Schule oft lange Zeit nichts zu tun ist und so es einen größeren Bau da gibt, würden andere Viertelhöfer auch zur Hilfeleistung herangezogen"  (Gedenkbuch Gossengrün I S. 159)


Der Bauer auf dem Widumshof in Plumberg muß in hiesiger Pfarr (Gossengrün) taufen lassen, kopulieren und begraben. Von Maria Kulm aus werden die Kranken versehen und muß alldorten die öffentliche Beichte verrichtet werden. Im Gegensatz hierzu gehörten alle übrigen Bewohner des Dorfes Plumberg bis zur Reform der Kirchsprengel von 1784 zur Pfarrei Maria Kulm.  


Im Hartenberger Grundbuch, das ab 1604 geführt wird, lauten die Einträge zum "Widumshof" in Plumberg: 

 

"Better Schöneckers Erben, Christoph Schöneckers Erben, Johannes Stowassers Wittib: Dieses Guth gehört zur Pfarr von Gossengrün, zinset zum Ambt nichts, dann järliches zur Habersath einen halben Tag".


Die Besitzfolge stellt sich somit wie folgt dar:

- Peter Schönecker (gen. 1604)

- Christoph Schönecker

- Georg Erlbeck verkauft den Plumberger Hof an 

- Johann Stowasser (gestorben zwischen dem Erwerbsjahr 1626 und dem  Eintrag im Untertanenverzeichnis von 1651).  


 

1. Johann Stowasser * um 1593, + vor 1651

Im Jahre 1626 kauft Johann Stowasser von Georg Erlbeck den kleinen Hof (Viertelhof) in Plumberg, den sogenannten "Widumshof" der Pfarrei Gossengrün: 

 

Khauff zwischen Hanß Stowassern und Georg Erlbeckhen zu Blumberg.

 

Am 12 Decembris des 1626 seindt beredte in Ambt vorkhommen vnnd berichten wie Georg Erlbeckh sein Gueth zue Plumbergkh, so ein halber Hoff mitsambt der halbenn Wintersaath. Ittem zwey Schockh getraidt in geströhe. Ittem ein halbe Lachter Hew nach denn Remmich vnnd alle des geströhe den halben Theill, Ittem ein Pferdt mitsambt dessen geschirr, Auch wagenn vnnd aller rüstung, umb vnnd vor verkhaufft vnnd zue Khauffen geben pro 475 f. Beh.

 

Zallts Zur fristen wie folgt,

Allso balldten bey dem Einzuegk         50 f

Zur anderen frist Lichtmes des 1627         50 f

Zur dritten frist diß jahrs                         50 f

Zur Vierdten frist Martini bemellts Jahr           50 f

Zur funfften frist Lichtmes des 1628                       100 f

Zur 6. frist Jaccobi bemellts Jahr                           100 f

Zur 7. vnnd Letztenn frist Liechtmes des 1629 Jahrs 75 f

 

Von der ersten Teilzahlung über 50 Gulden werden zuerst die Gläubiger des Georg Erlbeck befriedigt: 

 

Jakob Unger „vermöge eines Ambts consenß“ (aus früherem Vetrage)   17 f 3 d

Pfarrer Agricula für Hafer (Grundzins an die Kirche v. Gossengrün)            9 f 30 g 6 d

Simon Jacob für Hafer (Verbindlichkeit nicht näher bezeichnet)              9 f 30 g 6 d

Michel Stowassern zu Plumberg                               6 f 20 g 4 d 

Brotgeld „vorkhauffer zue Handen entpfangen                       7 f 10 g 5 d

 

Die Zahlung dieser ersten Rate wird im Urkundenbuch bestätigt. Die zweite Rate über 50 Gulden zu Lichtmeß 1627 wird ebenfalls teilweise an die alten Gläubiger aufgeteilt:

Ins Ambt für 2 Strich Metztraidt vnnd 1 Strich habern zallt 12 f. Rheinisch  11 f 37 g 5 d

Mathes Reichenauer Zue Gossengrün geliehenes gelld   10 f

Item Herrn Pfarrner Agricula vor 3 strich Khorrn pro 12 f.Re.   11 f 41 g 1 d

Brotgelldt der Vorkhaufer Zue Hanndten entpfangen   16 f 17 g 1 d


Seine Frau Christina, (* err. 1597, oo um 1625) ist im Untertanenverzeichnis von 1651 als Witwe genannt. Zu dieser Zeit lebt sie mit 4 Kindern - diese vermutlich alle in Plumberg geboren - auf dem Hof: 

(1) Katharina Stowasser *(UV) 1627 oo 30.10.1657 Kaspar Hammer aus Liebenau

(2) unben. Sohn beerdigt 24.4.1630 in Gossengrün

(3) Barbara Stowasser *(UV) 27.2.1630 oo 9.11.1659 Hans Kästl von Werth

(4) Friedrich Stowasser *(UV)1631 oo am 13.11.1664 in Gossengrün Anna Dürbeck *1638 in  Liebenau,                        Tochter des Simon Dürbeck

oo 6.2.1695 Katharina Stowasser, * 1637

(5) Margaretha Stowasser *(UV) 1635, wird im Nachlaßeintrag des Friedrich Stowasser von 1669 als "krank"                   bezeichnet; + 13.7.1670, 32 Jahre alt (nach Sterberegister)

(6) Maria Stowasser ist im Erbschaftsvertrag des Friedrich Stowasser von 1669 erwähnt, nicht jedoch im                           Untertanenverzeichnis und in den Taufbüchern von Gossengrün.


Johann Stowassers Witwe Christina besitzt im Jahre 1654 einen kleineren, ungeteilten Viertelhof mit 5 Tagwerk Grund für Ackerbau und 5 Tagwerk Grund für Wiesmaht. An Vieh besitzt sie einen Zugochsen, 2 Kühe, 2 Kälber und ein Schaf. (Berni Rula von 1654 zum Ort Plumberg). 


Im Jahre 1661 sind noch nicht alle Raten zu dem Hauskauf von 1626 bezahlt. Im Grundbuch zu Plumberg fol. 30 findet sich ein Hinweis bezüglich Hans Stowassers Wittib Christina: "In roten Kauffbuch folia 65 befindet sich daß Hans Stobwasser deß Georg Erlbecken Halben Hoff umb 475 (Gulden) erkauffet. Hiervon bies Lichtmeß 1661 gezahlt 396 fl 19 (!) X (Kreuzer). bleibt noch zu zahlen schuldig 79 fl 31 X". (Grundbuch Plumberg 1 S. 30). 

Die Witwe Christina Stowasser bestätigt gemeinsam mit ihrem Sohn Friedrich die Restschuld zu Lichtmeß in Höhe von 20 fl. Probleme stellen hierbei noch frühere Forderungen der Schönecker'schen Erben (spez. Anna und Mathes Schönecker) und Hans Haimpel von Loch dar. Nachdem sich in den seit der letzten Zahlung vergangenen 31 Jahren niemand im Amt (Hartenberg) eingefunden hatte, den Rest zu begleichen, wird der Restbetrag fällig gestellt. Am 5. August 1664 zahlt Friedrich Stowasser 25 Gulden.


Christina Stowasser wird am 7.8.1664 begraben.


Am 20.4.1679 stirbt in Plumberg eine Maria Stowasser, 54 Jahre alt, damit * 1625. Nachdem Verstorbene aus Plumberg mit Ausnahme des Widumshofes in Maria Kulm bestattet werden, muß es sich bei dieser Maria um einen familiären Bezug zur Familie des Johann Stowasser handeln. Ein Geburtseintrag ist allerdings in den Matriken von Gossengrün in der Zeit des 30-jährigen Krieges nicht zu finden.





2. Friedrich Stowasser *(err.) 1631 

 

Friedrich Stowasser geboren vermutlich in Plumberg, Sohn des Johann Stowasser, übernimmt den in den Urbaren zu Plumberg an 7. Stelle genannten Hof. Er heiratet am 13.11.1664 in GossengrünAnna Dürbeck *1638 in Liebenau, Tochter des Simon Dürbeck. Der Eintrag im Heiratsbuch lautet: 

"ward Friedrich Stobasser weyland Hans Stobassers nachgelassener Sohn zu Blumberg mit Anna des Simon Dürbeckhen nachgelassener Tochter von Liebenau; Brautführer waren Jacob Haimerl und des Lorenz Horners Sohn". 

Ihre Kinder sind alle in Plumberg geboren:  

(1) Matthias Stowasser *13.2.1665

(2) Peter Stowasser * 26.6.1667 

oo 4.11.1691 Maria Pleyer *um 1670 aus Loch

oo 29.1.1702 Maria Fischer, * 1666 aus Robesgrün

oo 15.6.1706 Felicitas Mannl * um 1685

(3) Johannes Stowasser *3.8.1672, 

     oo 22.10.1709 in Gossengrün Clara Hoyer aus Robesgrün


Am 11.Januar 1668 stellt das Amt fest, daß "Friedrich Stowasser deß Hanß Stowassers Sohn" aus dem Kaufvertrag von 1626 noch eine Restschuld von 18 Gulden 31 Kreuzer besteht. Am 17. Januar 1668 zahlt Friedrich Stowasser an Anna Schönecker 9 Gulden und hinterlegt im Amt 9 Gulden 31 Kreuzer für den entloffenen (oder hier nicht mehr wohnhaften) Mathes Schönecker, womit das Haus nunmehr vollständig bezahlt ist. (Grundbuch Plumberg 1 S. 31).


Am 11. Oktober 1669 wird vom Amt Hartenberg bestätigt, daß Friedrich Stowasser seinen beiden Schwestern Maria und Margarethe aus ihrem Erbrecht 21 Gulden in bar hinerlegt hat. Die kranke Margaretha hat 4 Gulden und die Maria 30 Kreuzer empfangen; damit verbleiben 16 Gulden 30 Kr. 


Anna Stowasser, geb. Dürbeck verstirbt am 23.1.1690 im Alter von 58 Jahren in Plumberg. 


Nach der Berni Rula von 1654, in welcher die landwirtschaftlichen Besitzstände aufgelistet sind, hat Friedrich Stowasser auf seinem halben Hof 9 Tagwerk Ackerland, 8½ Tagwerk Wiesenland, 2 Ochsen (Zugvieh) 2 Kühe, 6 Kälber und 2 Ziegen.


Am 6.2.1695 heiratet Friedrich Stowasser „mit Bewilligung Ihro Hochwürden des Herrn Prtopsten zu Maria Kulm“die Witwe Catharina Stowasserin. Die Herkunft dieser Catharina kann ich nicht sicher belegen, müsste aber wegen dieser kirchlichen Dispens nahe verwandt sein. 


Friedrich Stowasser stirbt aber bereits im folgenden Jahr im Alter von 59 Jahren in Plumberg und wird am am 15.11.1696 in Gossengrün begraben. Über das Verbleiben seiner Witwe gibt es noch keine Hinweise.

 

 

 

3. Peter Stowasser  *26.6.1667 

Peter Stowasser ehelicht am 4.11.1691 in Gossengrün Maria Pleyer *(err.)   1665 aus Loch. Ihre Kinder sind alle in Plumberg geboren:

(1) Simon Stowasser *9.10.1692

(2) Michael Stowasser *14.8.1694,   + 5.10.1694

(3) Matthäus Stowasser *28.8.1695

(4) Johannes Stowasser *6.5.1698,  oo 19.11.1724 Anna Margarethe Stieber aus Hartenberg

"den 19. 9bris (1724) ist der Ehrbahre Junggesell Johannes deß Arbeitsammen Petter Stowassers In                         Blumberg Eheleibl: Sohn mit der Tugentsammen Jungfr: Anna Margaretha, deß Ehrngeacht: Frantz                         Stiebers, Schmidts zu Herttenberg Eheleibl: Tochter ... Couplirt worden".

(5) Susanna Stowasser * 21.10.1700, oo 12.11.1720 den Junggesellen Andreas Schrö(e)tter von Loch


Am 4. Januar 1697 kommt es vor dem Amt in Hartenberg zu einem "Vergleich und Kauf" zwischen den 3 Erben (Söhnen) des im November 1696 verstorbenen Friedrich Stowasser über dessen halben Hof in Plumberg:

"Hiermit dato den 4. January 1697 ist durch die Friedrich Stobasserischen Erben biß uff gnedige Obrigkeitliche Bewilligung im güthlichen Vergleich mit Theilung geschehen Nähnb. dergestalt und also ... daß der gottsell. Friedrich Stobasser seinen Söhn Petter /: .. er seinen Eltern Sohn Mathes Schon bey seinen Lebs Zeithen auß dem Hauß halten Seine Erb Theylung abgereicht und bezahlt :/ ... " so gibt Peter Stowasser dem Johannes Stowasser insgesamt 88 Gulden, dem Kind des Johannes Stowasser 2 Gulden und zwei Kindern des Peter Stowassers 4 Gulden zu zahlen wovon zu Lichtmeß 1697 und 1698 jeweils 10 Gulden bezahlt wurden ... "Uber dieß deß Verstorbenen Friederich Stobassers seelig Letzten Befehlung habem Michl Derfler geschworener und Petter Stobasser bede von Blumberg (bereits früher in der Urkunde erwähnte Zeugen) hier in Ambt Bey Ihren gewißen, daß der Verstorbene Stobasser Seel.... Uff sein Todt undt Ihnen solches anbefohlen hette, ausgesagt. So hat auch Mathes Stobasser Persönlichen Verzicht gethan, daß er nicht mehr an seines Vattern Verlassenschafft zu forteren hab, allen dings mit dem Waß er Bekommen hat, Vergnügt sein will...  (Grundbuch Plumberg 1, S. 32 ff). Am 21. März 1716 sind mit einer letzten Rate von 11 Gulden alle Forderungen beglichen.


Kurz nach der Geburt ihrer Tochter Susanna stirbt die Ehefrau Maria im Alter von 35 Jahren und wird am 14.11.1700 in Gossengrün begraben.


Der Witwer Peter Stowasser heiratet am 29.1.1702 die Jgfr. Maria Fischer *1666 aus Robesgrün, Tochter des Caspar Fischer. Trauzeugen sind u. a. Peter Stowasser d. Ältere (!) und Johann Stowasser, beide aus Plumberg. Dieser Ehe entstammt:

(6) Johann Friedrich Stowasser *4.3.1703


Die Ehefrau Maria Stowasser (geb. Pleyer) stirbt am 27.5.1705 in Plumberg. 


Bereits 8 Wochen später, am 15.6.1706 heiratet Peter Stowasser Felcitas Mannl * um 1685 in Liebenau. Dieser dritten Ehe entstammen folgende Kinder (alle in Plumberg geboren):

(7) Maria Stowasser *9.3.1707

(8) Johann Michael Stowasser  *24.6.1708, ehelicht am 16.2.1733 in Gossengrün die Maria Elisabeth Forster                     *1708 in Prünles, Tochter des Johann Forster. 

(9) Wenzel Stowasser *7.9.1710

(10) Katharina Stowasser * 25.11.1712

(11) Martin Stowasser *26.10.1714, + 30.10.1714 (4 Tage alt)

(12) Josef Stowasser *1714,  oo am 24.11.1739 in Gossengrün Maria Katharina Fritsch aus Gossengrün,                             Tochter des seligen Christoph Fritsch, Bürger und Schuhmachermeister in Gossengrün. Josef Stowasser                     + 31.10.1788


Felicitas Stowasser, geb. Mannl stirbt am 2.4.1718 in Plumberg. 


Nach dem Grundbucheintrag (Gr. Plumberg 1, S. 82) vom 1. Juni 1726 wurde dieser halbe Hof in Plumberg von seinem Sohn Mathes Stowasser gekauft (siehe Kaufvertrag unter 4 b.).


Am 19. Juli 1731 kauft Matthes Stowasser den halben Hof von seinem Vater Peter Stowasser: 

 

"Heünt dato den 19ten July 1731 Ist biß auf gnädig obrigkeitliche Ratification ein Ehrlicher Kauff gehandelt und beschloßen worden nemblichen der gestalt und also es Verkaufft Peter Stowasser Sein halben Hoff in Blumberg, wie solcher gericht und genagelt, an feldt, wießen und gehölz auch mit Beylassung alleß Viehs, wagen, Pflug byden und Hauß Rath an Seinen Sohn Mathes umb Summa 425 fl.

 

Item beym Antoni Schröther zu Loch eine außenstehende Schuld die ich wieder den gossengrünern Spittal schuldig 30 fl. (Anton Schröter ist der Ehemann von Peter Stowassers Tochter Susanna) -Summa 455 fl.

 

Undt weillen Er Mathes seines weibs morgen gaab als fünffzig gulden in das Hauß Halten gehirten, behalten, bleiben dann Uber abzug faisten weis zu bezahlen Vier hundert fünf Gulden und solle zur Zahlung anfangen Ao 1732 Walburgi 15 fl; Ao 1733 15 fl Undt so fort alle Jahr mit 15 fl nachfolgen bieß die Kauff Summa bezahlt ist"(Grundbuch 1 Plumberg S. 184 f.).

"Der Käuffer muß dem Vatter in freyer Kost und freyen Härberg haben, und soll dem Vater d. Essen nicht vorgerücket noch Einige arbeüth geschafft werden, dabey alle Monath ein gulden auf fleisch und bier ohne abgang der 80 fl Ein Solches der Sohn Mathes angelobet, solte Es ihm allen fals nücht von guth halten so Soll ihm die Kost und andere bedürfnus Vom ambt guth zu Reichen, auß geworffen werden. Hierbey auch zu gedenken,daß der tochter Catharina Solle ale Jahr Ein Napff Lein gesert(?) werden, biß sie wirdt geheyrathet haben, undt Wann Sie bey dem bruder nicht verbleiben könte, stehet Ihr frey Sich hinter der Herrschaft sich ander wörthig zu Verdingen..." (Grundbuch 1 Plumberg S. 185).


Erbschaftsregelung des Peter Stowasser von 1731:

-  Die Beschwerden von Friedrich und Johannes Stowasser gegen die Bestimmung des "letzten Willens" des Peter Stowasser wegen der Nichtbeachtung bei der Erbschaft des halben Hofes werden vom Amt zurückgewiesen.

- Susanne, die Tochter des Peter Stowasser, verheiratet mit Anton Schröter in Loch bestätigt, ihre Ausfertigung und ihr Heiratsgut in Höhe von 40 fl bekommen und weiter nichts zu fordern hat.

- Michael Stowasser erhält für Hochzeitskleidung und anderes 30 fl sowie als Erbteil 90 fl zugesprochen.

- Die Tochter Katharina 40 fl zu ihrer Ausfertigung und 40 fl als Erbteil

- Der Sohn Mathes Stowasser "als annehmer des Haußes, welchen die Hochzeit schon ausgerichtet war" als Erbteil 65 fl.neben seinem vorbemerkten Erbteil von 50 fl.

- die beiden Söhne von Peter Stowassers Bruder Mathes, Johannes 20 fl und Wenzel (der als Soldat abgezogen ist und dessen Rückkunft unsicher sei 10 fl zu seinen bereits erhaltenen 10 fl.,  insges. 30 fl.

Erst 1758 sind die letzten Forderungen durch den Sohn Mathäus Stowasser getilgt, er mußte also 27 Jahre lang tilgen.

 

 

 

4. Matthäus Stowasser *28.8.1695

Sohn des Peter Stowasser und der Maria Pleyer aus Loch, oo um 1730 Eva

Ihre Kinder sind:

(1) Johann Martin Stowasser * 6.11.1735, = 7.11.

(2) Maria Anna Stowasser * 21.8.1737, = 22.8.

Sie oo am 19.5.1761 Johann Georg Hammer

    Contraxit matrimonium Johannes Georgius Hammer goßengrünensis filius Joannis Hammerhic cum                         sponsa sua Anna Maria Stowasserin ex pago blumberg filia Mathai Stowassern ibid. liberi ...

 

 

(3) Maria Elisabeth Stowasser * und = 14.5.1740

(4) Maria Katharina Stowasser * um 1742, 

sie oo am 18.4.1769 Josef Werner, Sohn des seligen Johannes Werner aus Werth.

(5) Peter Stowasser * um 1743

(5) Josef Stowasser * um 1740


Der Widumsbauer "Mathes Stowasser zinset ähnlich wie die Liebenauer: muß 2 Tage schneiden, hilft die Erlwies mähen und heuen, zinset 30 Eier zu Walpurgi 3 kleine Groschen, zu Michaeli 3 kleine Groschen, 2 alte Hühner. Der Pfarrer gibt nach dem Einführen jedem 1 Kannl Bier (ex debito!) und freiwillig auch 1 Käs und Brot dazu" 


Am 2. April 1767 übergibt Mathes Stowasser wegen seines hohen Alters und "schwächlichen Leibes umständen", seinem jüngeren Sohn Josef seinen halben Hof "wie er in seinen Rainen und Steinen umfangen" ohne jeden Abzug unter dem Vorbehalt lebenslangen Wohnrechts für die Summe von 500 Gulden. Hiervon sollen erhalten:

- das Gossengrüner Gotteshaus 25 fl

- der Sohn Hans Martin 100 fl

- der Sohn Peter Stowaser über schon empfangene 50 Gulden nebst f. die Hochzeit: 60 fl

- die ledige Tochter Catharina 100 fl

- die verstorbene Tochter Maria über empfangene 85 fl: 15 fl

- der Sohn Josef als Käufer 100 fl

- dem Vater als Verkäufer bleiben 100 fl

Sollte der Vater nicht mehr in der Lage sein, seinen Haushalt zu versorgen, müßte der Sohn die Eltern mit Kost, Kleidung, Wäsche und allen Notwendigkeiten hinlänglich versorgen. Als Kost soll er jährlich z. B. neben Getreide 8 Kannen Schmalz, 8 Pfund frische Butter, 10 Kannen Salz, Erdäpfel und Kraut solange (der Sohn) selbst hat und eine Ziege in Futter halten, täglich 2 Seidl Milch, jährlich 8 Kr. als Notkreuzer ohne Abzug auf ihren Vorbehalt von 100 fl, wobei bei Tod der Eltern dieser Vorbehalt beim Käufer (Josef Stowasser) verbleiben solle. Für die ledige Tochter Katharina soll in diesem Falle -ohne Abgang ihrer Subsortion - eine Kuh und ein Kalb abgegeben werden..


Matthäus Stowasser wird am 29.9.1769 mit der Krankensalbung versorgt, am 2.10.1769 begraben: 

 

"Pater familias Mathäus Stowasser ex Plumbergin Communione S: M: E. animum Deo reddidit Creatori, provisus omnibus ultimis Sacramentis 29. Septembris, cuius Corpus Sepultus est more Catholico in Ecclesia Parochiali S. Apostol. Petri et Pauli Gossengrüno die 4. Octobris".

 

 

 

5. Josef Stowasser * um 1744, Bauer in Plumberg # 4

heiratet am 23.7.1756 in Maria Kulm Maria Sabina Unger von der Stegmühle:

 

"Copulirt worden Joseph, des Mathes Stowasser Eheleibl: Sohn mit Anna Sabina des Lorentz Ungers Eheleibl: erzeugten Tochter, beide aus Plumberg unterthänig Titl graff Pißnitz auf Hertenberg ..."


Zu dieser Trauung existiert im 1. Grundbuch von Plumberg (S 301) ein umfangreicher Heiratsvertrag vom 10. Dezember 1757: "Ist zwischen dem mith Namen Josepf Stowasser des Matthes Stowasers in Dorf Plumberg Ehel: erzeigten Sohn, dann der Sabina Ungerin des Ehrbaren Lorentz Ungers Müller Meister in der Steeg Mühl Ehelichen erzeugten Tochter ein Ehe Heuraths Contract folg und gestalten Beschlossen worden. Es will Bräutigamb seine Liebe Brauth, und für ihm zum Heyl: und Von Gott Selbsten ein gesetzten Seel: stand der ehe Christ= Cath. gebrauch nach nehmen und Bis in todt treülich Verbleiben". 

Die einzelnen Passagen der 3-seitigen Urkundeneintrages folgen hier kurz zusammengefaßt:

- Der Vater des Bräutigams gibt seinem Sohn zum Heiratsgut 100 Gulden und nach seinem Tod oder wenn er nicht mehr "Hauß zu halten" inder Lage ist, sein Häuschen zu überlassen.

- Der Brautvater verspricht seiner Tochter als Heiratsgut 50 Gulden und "nach Jahr und Tag" ein Kalb ...

- Sollte ein Ehepartner binnen Jahr und Tag versterben, soll der überlebende Partner das versprochene Heiratsgut zurückerstattet bekommen

- Von beiden Brautleuten einschließlich ihrer künftigen Kinder sollen die Kosten für Kindstaufe, Gevatterschaft und Begräbnis aus dem Haushaltseinkommen getragen werden. Außerdem sollen "Beüde Verbunden seyn dem Haußhalten arbeithsam ohne lohn obzuliegen und die Kinder da sie erwachsen zur arbeith angehalten werden".

 

Kinder aus dieser Ehe sind:

(1) Maria Susanna Stowasser * 21.10.1757

"Ist dem Joseph Stowasser von Blumberg, Kirchen=widt Bauern alhir, und seinem Weib Anna Sabina  /:             Ungerin auß der Stehmühl :/ Subd. Hertenbergisch, ein Kind so heynd nacht gebohren, Von mir                         getaufft worden nahmens Maria Susanna". (Go 6).

Sie oo am 4.6.1776 Andreas Werner, S. d. Mathäus Werner, Bauer aus Plumberg # 1 
"cum virtuosa virgine Susanna Stowasserin, filia legitima Josephi Stowasser rustici ex pago Plumberg Nr.                  4

(2) Anna Maria Stowasser * und = 4.1.1764

"baptizata est Anna Maria filia legitima Josephi Stowasser et uxoris ejus Sabina Ungerin. D. Comitissa de          Bredau Subditorum in Herttenberg. Nata die 4. mane hora 4"  

(3) Maria Catharina Stowasser * und = 4.1.1764 (Zwilling)

"baptizata es Maria Catharina filia legitima Josephi Stowasser et uxoris ejus Sabina Ungerin. … nata die           4. hora 5ta." (Go 6). Wegen der weiteren Vergabe des Vornamens

möglicherweise im Jungendalter verstorben.

(4) Johann Simon Stowasser * und = 18.2.1765

"baptizatus est Johannes Simon filius legitimus Josephi Stowasser et uxoris ejus Sabina Ungerin. … natus           die 18 hora 6ta mane" (Go 6).

(5) Maria Catharina Stowasser * 14.10.17771

"E: Josephus Stowasser rusticus ex Plumberg uxor ejus Sabina. Levans: Ungerin Maria Catharina ex                 Stehmühl; Testes: Joannes Stowasser ex Plumberg; Joan Georg Unger".

Maria Catharina Stowasser stirbt am 22.10.1771, 8 Tage alt.

(6) Johannes Mathäus Stowasser * 16.10.1772, + 22.10.1772, 5 Tage alt

(7) Johannes Mathäus Stowaser * 2.1.1774.+ 17.1.1774, 15 Tage alt

(8) Maria Elisabetha Stowasser * 14.7.1775, + 16.7.1775, 1 Tag alt


Im Jahre 1783 ist die Schuld aus dem Kaufvertrag von 1767 getilgt.


Anna Sabina Stowasser, Eheweib des Joseph Stowasser stirbt am 11.7.1793 im Alter von 65 Jahren, an einer Geschwulst


 

 

6. Johann Simon Stowasser * 18.2.1765, Bauer in Plumb. # 4

Simon Stowasser, Halbhöfner, ehelicher Sohn des Bauern Josef Stowasser (21 Jahre alt) aus Plumberg # 4, oo 22.11.1785 Maria Anna Müller, 21 Jahre alt, eheliche Tochter des Thomas Müller aus Daßnitz, 

Ihre Kinder:

(1) Maria Magdalena Stowasser, * 28.8.1786 in Plumberg 4

"V: Johann Simon Stowasser, Halbhöfner in Plumberg, M: Maria Anna geb. Millerin aus  Tasnitz; Patin:          Maria Magdalena Wernerin; Zeuge: Joannes Michael Werner, dessen Bruder, beide von Blumberg".

Maria Magdalena + 2.4.1787 in Plumberg 4: 

"Maria Magdalena, Töchterl des Simon Stowassers, Kirchenwidmers, 7 Monat, Fraisch"

(2) Maria Elisabeth Stowasser * 2.2.1788

"V: Stowasser Joannes Simon ½ Höfner Kirchenwidmer, M: Maria Anna geborene Müllerin von Tasnitz. Patin: Anna Elisabetha Stowasserin, Zeuge; Vitus Stowasser, dessen Ehemann, beide von Blumberg".

Maria Elisabeth + 20.12.1790 in Plumberg 4, 2 Jahre, 10 Monate, 16 Tage an Blattern.

(3) Michael Stowasser * 16.5.1790 (Hinweis: + 10.11.1857), oo  17.7.1814 Maria Anna Mayerl *1794 

(4) Andreas Stwasser * 24.12.1792 in Plumberg 4

(5) Elisabeth Stowasser *9.1.1796 # 4, bekommt in Plumberg # 4 ein  uneheliches Kind Michael, getauft am              19.4.1817

Elisabeth Stowasser oo 24.9.1817 Michael Harbauer, Bauer, Sohn des Wenzl Harbauers aus Presau,                   Falkenauer Herrschaft.

(6) Josef Stowasser * 1.7.1798 # 4





 

7. Michael Stowasser, * 1791, Bauer in Plumberg # 4, Kirchenwidmer

Halbhöfner, heiratet am 17.7.1814 Maria Anna Mayerl, Tochter des Josef und Elisabeth Mayerl aus Liebenau 54. Ihre Kinder sind:

(1) Barbara Stowasser * err. 1813 # 4, oo 8.2.1831 im Alter von 18 Jahren den Bauern Josef Stowasser (27 J.)             aus Liebenau, ehel. Sohn des Bauern Karl Stowasser und der Katharina,  geb.Wagner.

Sie oo als Witwe (im Alter von 22 Jahren) den 34-jährigen Josef Anton Doberauer, Bauer aus Prünles 8.

(2) Magdalena Stowasser *21.9.1814 #4

oo 25.2.1840 Martin Dörfler, Bürger und Strumpfwirker in  Gossengrün # 220, geb. in Plumberg # 22.                 Sohn des Michael  Dörfler und der Maria Anna Werner aus Liebenau

(3) Johann Andreas Stowasser * 10.2.1817 # 4

(4) Michael Stowasser, * 21.8.1819 in # 4, + 9.1.1871

"V: Michael Stowasser, Kirchenwidmer und Bauer; M: Maria Anna, eheliche Tochter des Josef Mayerl               Bauer aus Liebenau, Elisabeth, geb. Dörfler"

Michael Stowasser oo Elisabeth Heinl aus Plumberg # 16, Tochter des Josef Heinl und der Magdalena                 Stowasser

(5) Katharina Stowasser, * 20.3.1822 # 4, 

"V: Michael Stowasser, geb. No. 4, Sohn des Simon Stowasser und der Marianne geb. Müllerin aus                     Taßnitz, und der Marianna Mayerl".

(6) Katharina Stowasser * 10.3.1824 # 4

Katharina Stowasser bekommt am 23.12.1842 ein uneheliches Kind von Josef Karl Radler, Bauer aus                 Altengrün, Hft. Heinrichsgrün. 

oo 27.2.1843 Josef Karl Radler aus Altengrün, Hft. Heinrichsgrün, Sohn des Anton Radler und der                     Katharina Hoyer

(7) Anna Elisabeth Stowasser * 15.7.1825 # 4, + 23.5.1893

oo I 15.1.1849 den Bauern Martin Unger aus Liebenau 5, Sohn des Josef Unger und der Regina                           Stowasser aus Loch

oo II 21.2.1865 den Witwer Wenzl Fischer in Liebenau NC 47, gebürtig aus Loch 10, Sohn des Wenzl               Fischer und der Johanna Anna Schreter


Michael Stowasser stirbt am 10.11.1857 in Plumberg 4

 

 

 

8. Michael Stowasser, * 21.8.1819 in # 4, + 9.1.1871

oo am 24.8.1845 Elisabeth Heinl aus Plumberg # 16, ehel. Tochter des Bauern Joseph Heinl aus Plumberg # 16 und der Magdalena Stowasser aus Plumberg # 27.

Ihre Kinder sind:

(1) Katharina Stowasser * und = 5.7.1848 # 4

oo 26.11.1867 Josef Dörfler, "Wirtschaftsbesitzer in Pürgles NC 1, geboren daselbst, ehel. Sohn des Veit                   Dörfler, Wirtschaftsbesitzer in Pürgles NC 1 und der Maria Anna geb. Dörfler aus Plumberg NC 3".

(2)  Maria Anna Stowasser * err. 1846, (+ 8.7.1920) oo 24.2.1868  Wenzel Dörfler (+ 3.4.1886):

"Wenzl Dörfler, k k Artillerie Reservemann und Bäcker in Plumberg NC 30, geboren daselbst, ehel. Sohn                  des Mathias Dörfler, Bauern in Plumberg NC 31 und der + Elisabeth geb. Stowasser aus Plumberg NC                    27 ... Dispens vom Hindernisse der Blutsverwandtschaft im 3. Grade den 2. berührend".

(3) Barbara Stowasser * 1850 in Plumberg 4, oo 23.7.1872 Martin Reinl aus Liebenau:

"Martin Reinl, Wirtschaftsbesitzer in Liebenau NC 2, (29 Jahre alt, damit * 1843), Witwer nach der am 27. Feber 1872 + Anna, geb. Künzl aus Horn NC 11, ehel. Sohn des Michl Reinl, Auszüglers in Grießbach und            der + Katharina, geborener Stowasser aus Loch NC 11".

(4) Anna Maria Stowasser, * 1853, oo den 25-jährigen Veit Neubauer:

"Veit Neubauer, Wirtschaftsbesitzer in Plumberg NC 32, geboren in NC 17, ehelicher Sohn des Georg                  Mathias Neubauer, Wirtschaftsbesitzers in Plumberg NC 32 und der Maria  Elisabeth, geborener Renz            aus Daßnitz NC 11".

(5) Michael Stowasser * (err.) 1856, oo 2.7.1878 Theresia Dörfler aus Robesgrün eheliche Tochter des                          Andreas Dörfler, Wirtschaftsbesitzer in Robesgrün NC 27 und der M. Anna geborene Hammer aus                      Robesgrün


Elisabeth Stowasser, geb. Heinl stirbt am 28.2.1863.


Am 16.1.1866 heiratet der 46-jährige Michael Stowasser die 32-jährige Eva Dörfler, geboren und wohnhaft in Plumberg 31, ehel. Tochter des Bauern Mathias Dörfler und der + Elisabeth, geb. Stowasser aus Plumberg # 27.

 

 

 

9. Michael Stowasser * err. 1856, Bauer in Plumberg # 4

oo am 2.7.1878 Theresia Dörfler aus Robesgrün # 24:

"Stowasser Michael (22 Jahre) Wirtschaftsbesitzer in Plumberg NC 4, geboren daselbst ehelicher Sohn der + Michael Stowasser, Wirtschaftsbesitzer in Plumberg N 4 und der + Elisabeth, geborener Heinl aus Plumberg NC 16. Alle katholisch. Theresia Dörfler (21 Jahre) geboren und wohnhaft in Robesgrün NC 27, eheliche Tochter des Andreas Dörfler, Wirtschaftsbesitzer in Robesgrün NC 27 und der M. Anna geborene Hammer aus Robesgrün N 27. Alle katholisch". 

Für den minderjährigen Bräutigam (die Volljährigkeit begann in dieser Zeit mit Vollendung des 25. Lebensjahres) ergeht, da der Vater des Bräutigams bereits verstorben ist, eine Konsensverfügung des Falkenauer Bezirksamtes vom 22.4.1878; die Einwilligung für die noch minderjährige Braut gibt der Vater Andreas Dörfler.

Ihre Kinder sind:
 (1) Elisabeth Stowasser * 21.4.1878, oo Andreas Unger * 3.4.1873 aus Plumberg 20, Sohn des Mathäus Unger,        Müller aus Plumberg 24 und der Theresia Pleier aus Daßnitz

(2) Magdalena Stowasser * 27.2.1882

oo 16.5.1904:  "Doberauer Anton (* 18.2.1880) Landwirt, geb. in Pürgles 8, ehel. Sohn des Andreas                   Doberauer Wirtschafters in Pürges 8 und der Theresia Kragl aus Pürgles 34: Stowasser Magdalena aus             Plumberg 4, ehel. Tochter des Michael Stowasser, Landwirt in Plumberg 4 und der Theresia geb. Dörfler           aus Robesgrün N: 24".

(3) Josef Stowasser * um 1885

 




10. Josef Stowasser, * um 1885, Bauer in Plumberg # 4

Die geordneten Vertreibungen (im Gegensatz zu den wilden Vertreibungen unmittelbar nach dem Kriege) wurden 1946 bis 1947 durchgeführt. Insgesamt wurden aus dem ganzen Kreis Falkenau in diesen Aktionen 38.989 Personen vertrieben, in 37 Transporten zu je etwa 40 Viehwaggons, d. h. in einem Waggon fuhren 30 Personen. 

Im Transport Nr. 8 Waggon 25 wird die Familie des Josef Stowasser  am 3.6.1946 mit Zielbahnhof Dachau über die Sammelstelle Falkenau ausgewiesen.

 

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